Blog-Artikel

Hier finden Sie interessante Artikel und Blogeinträge rund um das Thema Pferd


Reiten mit Franklin - Bällen

 

 

Die Franklin-Bälle sind für uns Reiter wunderbar und sorgen für ein verbessertes Sitzgefühl. Je nachdem welcher Ball, oder welche Rolle zum Einsatz kommt können bestimmte Körperbereiche positiv beeinflusst werden.

 

WIE WIRKEN DIE BÄLLE AUF DEN REITER?

 

Die Bälle, oder Rollen fördern die Durchblutung von Muskulatur und Bindegewebe (Faszien) durch Druck. Sie massieren punktgenau das Gewebe.

 

Hierdurch lösen und lockern sie dieses und vorher verspannte Strukturen entspannen sich. Dadurch ist es möglich ein neues Körpergefühl zu entwickeln und besser auf das Pferd einzuwirken.

 

REITERLICHE DEFIZITE BEARBEITEN

 

Durch die Arbeit mit den Franklin-Bällen stellt sich schon nach wenigen Minuten ein neues Körpergefühl ein. Auch schiefe Reiter berichten eine sehr positive Auswirkung der Bälle. Festigkeiten in bestimmten Körperzonen können sehr effektiv bearbeitet werden, ohne große Vorübungen zu machen.

 

RUND UM EIN TOLLES ARBEITSMATERIAL!!! - Lust es selbst auszuprobieren? Dann kontaktiere mich ;-)

Der Fokus

Hallo Ihr Lieben,

 

Ich möchte mit euch gern ein Thema teilen, welches mich in letzter Zeit sehr oft Thema war. Es geht um das Thema "eigener Fokus" in Hinsicht auf unser Zusammensein und Training mit unserem Pferd.

 

Der Fokus, im Zusammensein und somit auch im Training mit unserem Pferd, ist ein sehr ausschlaggebender Faktor. Dieser bestimmt ob unserer Training leicht und voller Freude ist, oder ob es vielleicht doch wieder einmal in Frustration für uns und unser Pferd endet.

 

Ich denke einige kennen das Problem; Zuhause malt man sich schon das heutige Training mit seinem Pferd aus. Alles funktioniert ganz leicht, reibungslos, einfach harmonisch. "Schwere" Übungen sind einfach und leicht. Das perfekte Bild, wie wir gern unser Training mit unserem Pferd erleben möchten.

Im Stall angekommen sieht es dann leider völlig anders aus. Man trifft plötzlich auf die Stallkollegin, die mit ihrer aktuellen Laune lieber Zuhause geblieben wäre. Zu allem Überfluss nimmt der Wind minütlich zu und verfängt sich in den Bäumen. Es rauscht von allen Seiten und auch unser Pferd sprüht nicht gerade vor Begeisterung und Motivation über die heutige Einheit. Schnell sind von Seiten des Pferdes Kobolde und Geister im Gebüsch ausgemacht, die interessanter Weise immer im Zusammenhang mit Wind auftauchen. ;-) Um die Abwärtsspirale perfekt zu machen sinkt unsere Laune mit jeder Minute auf ein Minimum. So haben wir uns das nicht vorgestellt....

 

Nun kommt der Fokus ins Spiel. Wir können diese Situation aktiv beeinflussen indem wir unseren Fokus auf die Dinge verändern. Hier kommen nun die inneren Bilder zum Einsatz, welche wir uns daheim schon ausgemalt haben. Nun ist unsere eigene Konzentration ausschlaggebend für eine positive Veränderung der Situation. Wir wechseln nun unseren Fokus. Zuvor lag unser Fokus auf dem Wind, dem Rauschen, der wenigen Motivation des Pferdes und den Kobolden und Geistern im Gebüsch. All das darf nun zur Nebensache werden.

 

Unser neuer Fokus liegt nun auf uns und unserem Pferd. Wir fangen mit Kleinigkeiten an, damit wir unseren Fokus und die Konzentration auf uns und unser Pferd vertiefen. Das kann schon ausreichend sein, sich nur auf eine korrekte Stellung im Stand zu fokussieren oder ein Kopf tief. Je genauer ich hier bin, desto intensiver ist mein Fokus in der aktuellen Situation. Wenn ich mich mit dieser Kleinigkeit wohlfühle und meine Konzentration nun auf dieser Aufgabe liegt kann ich beginnen mein harmonisches Bild von daheim auszupacken und zu realisieren.

Es benötigt etwas Übung seinen Fokus tatsächlich dort zu haben, wo man ihn sinnvoll nutzen kann. Aber wir entscheiden mit unserem Fokus, ob wir ihn sinnvoll nutzen, oder uns durch einen negativen Fokus von unserem eigentlichen Ziel abbringen lassen.

 

Eine gute Einheit mit unserem Pferd steht und fällt mit unserem eigenen Fokus. Lasst euch nicht von schlechtem Wetter, der schlechtgelaunten Stallkollegin oder dem Regen von einer tollen Trainigseinheit mit eurem Pferd abbringen. Verändert euren Fokus, so kann diese Einheit für euch und euer Pferd harmonisch und leicht sein. ;-)

 

Foto: Tjorven Brandt

 


Vertrauen zwischen Pferd und Mensch

Hallo ihr Lieben,

 

ich möchte gern ein weit verbreitetes und oft gehörtes Thema ansprechen. Es geht um VERTRAUEN ! :-) Jeder hat es schon von dem ein oder anderen Trainer oder Pferdemenschen gehört. Es ist in aller Munde und wird leider auch oft in Verbindung mit hohem Einsatz von Druck in der Pferdeausbildung verwendet.

 

Nur ist es wirklich Vertrauen, wenn ich meinem Pferd eine Situation unangenehm machen muss, bzw. ich das geringere Übel bin? ;-)

 

Ich denke die Antwort lautet NEIN!

 

Vertrauen basiert auf einer ganz anderen Ebene. Aber was genau macht Vertrauen überhaupt aus, bzw. wie kommt es zustande? :-)

 

Vertrauen auf beiden Seiten kommt zustande, wenn beide, Pferd und Mensch, sich authentisch verhalten und jeder weiß, dass sein gegenüber zu seinem "Wort" steht.

 

Zum Thema Selbstvertrauen gibt es ein tolles Beispiel, welches ich euch gerne näher bringen möchte. ;-) Wenn ich mir selber ein Versprechen gebe, z.B. ich gehe morgen Abend mit meinem Pferd spazieren. Nun ist es Abend, es regnet und eigtl.verlockt das Sofa sehr. Man entscheidet sich also für das Sofa. Je öfter ich also mein Versprechen mir gegenüber breche, desto weniger authentisch (glaubhaft) bin ich für mich. Dies wirkt sich über die Zeit auf mein Vertrauen in mich selbst aus. :-)

 

So ist es ebenfalls, wenn wir unserem Pferd ein Versprechen geben. Halten wir es, wird das Vertrauen in unsere Person wachsen (wir sind authentisch). Halten wir es nicht, wird unser Pferd das Vertrauen in uns verlieren, da wir uns nicht authentisch (glaubhaft) verhalten.

 

 

Für mich persönlich gehört zum Vertrauen ebenfalls ein liebevoller, dennoch klarer und respektvoller Umgangston auf beiden Seiten, einfach zu einer harmonischen und vertrauensvollen Beziehung dazu. <3 <3 <3

 

Also lasst euch nicht einreden, euer Pferd bekommt wahres Vertrauen in euch, wenn ihr ihm seine Umgebung mahlig macht und "ihr" sein einziger Zufluchtsort seid. Das Vertrauen von eurem Pferd in euch ist einzig und allein die Summe an eingehaltenen Versprechen, die ihr eurem Pferd voller Empathie gegeben habt. ;-) <3

 

Ich wünsche euch eine tolle Zeit mit euren Vierbeinern.
Alles Liebe, Alina <3

 

 

Foto by Tjorven Brandt


Sinn oder Unsinn - Hilfszügel

 

 

Machen Hilfszügel im Hinblick auf die Biomechanik des Pferdes Sinn? Gibt es Alternativen?

 

In aller erster Linie muss man erstmal überhaupt betrachten, was der Zweck von Hilfszügeln sein soll. Hilfszügel sollen als mechanisches „Hilfswerk“  das Pferd in die richtige Position bringen. Zum einen werden Hilfszügel verwendet um dem Pferd in die Vorwärts-Abwärts-Dehnung zu helfen, oder um das Pferd mehr Beizuzäumen zu können und ihm „Ahnlehnung“ zu geben.

Aber stimmt dieser Ansatz überhaupt mit der Biomechanik des Pferdes zusammen, oder ist es nur eine schnelle Abkürzung, um fehlende Ausbildung zu kaschieren?

 

Wenn wir uns mit dem Thema Anlehnungsfehler auseinander setzen, wird man schnell feststellen, das diese „Fehler“ aus einem Pferd resultieren, welches sich nicht seiner natürlichen Biomechanik entsprechend bewegt. Der Grund hierfür ist in aller erster Linie körperliche Blockaden,Dysbalancen, oder Ursachen mit psychischem Hintergrund, sowie fehlende Ausbildung.

 

Betrachten wir den Punkt des Vorwärts-Abwärts, ob es nun in Hinsicht auf das Longieren oder Reiten sei, werden wir feststellen, dass uns Hilfszügel vielleicht dabei helfen, dem Pferd einen Weg dahin aufzuzeigen, allerdings muss man sich an diesem Punkt schon fragen, warum brauche ich diese mechanische Einwirkung (im meisten Fall auf das Gebiss!), bzw. warum ist mein Pferd nicht in der Lage sich enstsprechend ohne Hilfszügel zu bewegen? Wenn wir körperliche Blockaden oder Dysbalancen ausschließen können, bleibt nur noch der psychische Anteil übrig und der der fehlenden Ausbildung des Pferdes. Und hier kommt nun die Frage auf, warum kann sich mein Pferd nicht loslassen, bzw. enstpannt diese Bewegung zeigen, die aus biomechanischer Sicht eigentlich ganz natürlich für ein Pferd ist?

 

Nun ist man an einem Punkt angelangt, andem man sich selber fragen muss, was kann ich tun, um meinem Pferd hierher zu helfen.  Es ist definitiv möglich ein Pferd gymnastizierend, nach biomechanischen Grundsätzen ohne Hilfszügel zu arbeiten! Dies setzt allerdings viel Vorarbeit für Pferd und Mensch vorraus. Aber das Ergebnis ist dafür umso schöner.

 

Fehlt es meinem Pferd an Losgelassenheit, muss ich mich als aller erstes Fragen, warum kann ich mich nicht loslassen, bzw. was kann ich tun, damit mein Pferd loslassen kann. Aus meiner Sicht ist es respektlos einem Pferd Hilfszügel anzulegen, nur weil man selber nicht in der Lage ist, seinem Pferd in die enstprechende gesunde Haltung zu helfen. Die Hilfszügel bieten hier vielen unerfahrenen Menschen einen vermeindlich schnellen Zugang, zu der „angestrebten“ Haltung des Pferdes. Leider wird immer wieder vergessen, dass z.B. ein Vorwärts-Abwärts nicht bedeutet, das Pferd lässt den Hals fallen und automatisch ist die Hinterhand aktiv und alles ist gut. Es spielen so viel mehr Faktoren in eine biomechanisch korrekte Haltung hinein. Ein Pferd kann den Hals fallen lassen, dabei aber auf der Vorhand das meiste Gewicht tragen und die Hinterhand „hopst“ hinterher. Das ist noch lange kein korrektes Vorwärts-Abwärts.

 

Ein korrektes Vorwärts-Abwärts würde ein Aktives, nach vorne zum Schwerpunkt schwingendes Hinterbein erfordern, welches gleichzeitig ein heben des Brustkorbes , sowie des Rückens beinhaltet. Aus meiner Sicht sind Hilfszügel genau aus diesem Grund überflüssig, bzw. sogar hinderlich. Eher sollte man seinem Pferd beibringen, seine Hufe spurig zum Schwerpunkt hin zu platzieren, sodass das Pferd in der Lage ist seinen Rücken aufzuwölben und noch viel wichtiger, den Brustkorb anzuheben. Die Haltung des Halses, bzw. die Beizäumung des Pferdes ergibt sich dann als Resultat des biomechanisch korrekt gearbeiteten Pferdes.

 

Ein Hilfszügel kann dieses in keinster Weise erreichen, da dem Pferd nur die Möglichkeit bleibt, auf Druck nachzugeben, anstatt seinen Körper richtig einzusetzen. Eine mechanische Einwirkung wie die eines Hilfszügels wird überflüssig, sobald man sein Pferd richtig von hinten nach vorne arbeitet. Sobald die Hinterhand nicht mehr korrekt nach vorne arbeitet, wird man eine Veränderung der gesamten Bewegung erkennen können, wie z.B. entsprechende Anlehnungsfehler.

 

In diesem Hinblick wird auch klar, dass ein Hilfszügel unnötig ist, wenn man „Anlehnung“ vom Pferd an den Zügel erwartet. Diese Anlehnung passiert durch das biomechanisch korrekt gearbeitete Pferd von allein, und nicht, weil man dem Pferd beibringt auf Druck nachzugeben und den Hals „schön“ zu platzieren. Jeglicher Einsatz von Hilfszügeln hat eine starre Einwirkung auf das Pferd, da sie mechanisch ist. Und sei sie noch so klein. Pferde sind super feinfühlig und diese Einwirkung hat immer Einfluss auf das ganze Pferd.

 

Befürworter mögen hier einwerfen, dass es auf die richtige Anwendung und Auswahl des Hilfszügels ankommt. Meiner Meinung nach, hat jedes starre Hilfsmittel, nichts am Pferd verloren, da es den natürlichen Bewegungsablauf stört und mögliche Indizien auf z.B. ein inaktives Hinterbein unterbindet. Es gibt viele Wege ein Pferd nach biomechanischen Grundsätzen zu arbeiten, damit es korrekt läuft. Die Vorbereitung auf die Arbeit am Kappzaum ist sehr intensiv und manchen vielleicht zu intensiv, bevor es „richtig“ losgeht. Aber die Ergebnisse sprechen für sich. Es gibt viele Wege ein Pferd biomechanisch korrekt zu arbeiten, aber Hilfszügel gehören für mich einfach nicht dazu.